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Gutes aus der Apotheke der Natur

WELCHE HEILPFLANZEN ZU UNSEREN FAVORITEN ZÄHLEN 

Von der großen Vielzahl an heilkräftigen Pflanzen hat unsere Firma Brüder Unterweger eine kleine Gruppe ausgewählt, die vor allem in unserer Region heimisch ist. Mit diesen Pflanzen sind wir vertraut und wissen, dass wir uns auf Ihre Kräfte verlassen können.

Da die Anzahl der alpinen Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum begrenzt und die Vegetationsperiode in den Berggebieten verhältnismäßig kurz ist, sind wir sehr auf die Erhaltung der Vielfalt bedacht. Aus diesem Grund verwenden wir für unsere Produkte Pflanzen aus eigenen oder speziellen Anbaugebieten. Die heimischen Koniferen wie beispielsweise Latschenkiefern und Zirben, dürfen nur nach Absprache mit der Forstbehörde und den Waldbesitzern, geerntet werden. Somit ist sichergestellt, dass das natürliche Gleichgewicht intakt bleibt.

 

AM ANFANG WAR DIE LATSCHE ...

Unsere Firmengründer Johann und Ignaz Unterweger waren von den Latschenkiefern (Pinus mugo) hoch oben über ihrem Bergbauernhof so angetan, dass sie 1886 den Beschluss fassten, eine Latschenölbrennerei zu errichten. Schon zu dieser Zeit war in unserer Osttiroler Heimat die gesundheitsfördernde Wirkung der Latschenkiefern bekannt. Stabil, robust und widerstandsfähig behaupten sie sich hoch oben im Bereich der Baumgrenze. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, den Boden vor Erosion zu schützen. Ihr starkes Wurzelsystem bildet ein beständiges Geflecht und durchwandert weite Flächen. Ihre Äste sind sehr biegsam und können sich bei großen Schneemengen flach auf den Boden legen. Die schwere Last in den Wintermonaten kann ihnen daher nicht viel anhaben. Sie zählen zu den Lichtbaumarten und haben nur geringe Ansprüche an den Boden. Besonders an „Extremstandorten“ sind sie häufig zu finden.

Während zu Beginn noch weite Gebiete gerodet wurden, um Weideflächen für die Tiere zu gewinnen, wird der Bestand heute durch die Forstbehörde streng kontrolliert. Das Schlagen der Latschen ist nur dort erlaubt und möglich, wo die „Almen geputzt“ d.h.: für die Almwirtschaft frei von übermäßigem Pflanzenbewuchs gehalten werden. Es dauert ca. 25 Jahre bis die einst geernteten Latschenkiefern wieder nachgewachsen sind und für wirtschaftliche Zwecke verwendet werden dürfen.

Das Latschenkieferöl, das mit Hilfe der Wasserdampfdestillation auf schonende Weise gewonnen wird, trägt all diese einzigartigen Eigenschaften in sich und gibt sie an uns Menschen weiter. Auf den Körper wirkt das ätherische Öl (in verdünnter Form!) entzündungshemmend, schmerzstillend, kreislaufanregend, entkrampfend und schleimlösend. Geist und Seele werden durch diese wertvolle Essenz gestärkt.

Nahaufnahme einer Latschenkiefer

 

Im Laufe der Jahre sind nach und nach weitere Heilpflanzen dazugekommen. Eine davon ist die

 

ZIRBE - AUCH KÖNIGIN DER ALPEN GENANNT

Hoch oben in der „Kampfzone“, in der nur die standhaftesten der Bäume überleben, hält die Zirbe (Pinus cembra) dem rauen Klima tapfer stand. Wie kaum eine andere Holzart erträgt auch sie die extremen Temperaturschwankungen von Sommer und Winter am äußersten Rand der Baumgrenze.

Wenn schwere Schneelasten ihre Äste brechen, die schneidende Kälte tief in ihr Holz dringt, Blitze die Krone fällen oder den Stamm spalten, verleiht ihr der Druck der Naturgewalten sogar noch mehr Lebenswillen. Sie bildet immer wieder neue Seitenäste aus, oft sogar mehrere gleichzeitig. In den ersten 20 Lebensjahren wird sie nur etwa einen Meter hoch. Mit ca. 200 Jahren schließt sie ihr Höhenwachstum ab und hat dann einen Durchmesser von nur 40 Zentimetern. Die Zirbe erreicht ein durchschnittliches Alter von ungefähr 600 Jahren. Trotz der vermehrten Nachfrage nach den Produkten der Zirbe – Zirbenholz, Zirbenöl etc. – in den letzten Jahren, erfolgt gegenwärtig die Bewirtschaftung dieser Pflanze nur unter dem jährlichen Zuwachsbereich, d.h.: jährlich wächst mehr Holz zu, als andererseits genutzt wird.

Der Duft der Zirbe weckt die Lebensgeister, denn er trägt den starken Lebenswillen des Baumes in sich. Das ätherische Öl unterstützt Menschen, denen es an Mut, Ausdauer, Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen fehlt. Nach schwächenden Krankheiten oder bei starker seelischer Beanspruchung, kann das ätherische Öl helfen, wieder schneller auf die Beine zu kommen. Zudem reinigt und desinfiziert es die Raumluft auf ganz natürliche Weise.

Wie alle Nadelbaumöle, hat auch das Zirbenöl einen starken Bezug zu den Atemwegen. Es vertieft und intensiviert die Atmung. Außerdem steigert es (in verdünnter Form!) die Durchblutung, lindert Muskelverspannungen, rheumatische Beschwerden und Neuralgien. Auch die Haut wird in ihrer Fähigkeit als Entgiftungsorgan von dieser wertvollen Essenz unterstützt.

Für uns ist die Zirbe eine große Bereicherung in unserem Sortiment. Kaum ein Duft vermag es, eine solche Harmonie auszuströmen, dass man mit einem tiefen Atemzug sogleich ein wohltuendes Gefühl von Geborgenheit verspürt.

 

WISSEN SIE EIGENTLICH WIE MAN DIE LATSCHE AM EINFACHSTEN VON DER ZIRBE UNTERSCHEIDEN KANN?

Die Latsche hat immer 2 Nadeln auf einem Kurztrieb und bei der Zirbe sind es immer 5 Nadeln (wie auf diesem Bild gut zu erkennen ist). Vielleicht denken Sie ja bei Ihrer nächsten Wanderung daran …
Nahaufnahme einer Zirbe

 

Das war natürlich noch nicht alles! Im nächsten Teil erzählen wir, warum die Heilpflanze Arnika und das Murmeltier für uns so wichtig sind.

 

QUELLE

Himmlische Düfte – Das große Buch der Aromatherapie, Susanne Fischer-Rizzi

Dieser Blog wurde nach bestem Wissen verfasst. Wir haben die Informationen sorgfältig recherchiert, uns mit Fachleuten unterhalten sowie andere Quellen und Bücher herangezogen. Alle Angaben sind jedoch ohne Gewähr.

 

AUTORIN

Birgit Berger